Multiples Myelom



Über die Erkrankung selber brauche ich nichts schreiben, denn dafür sind die Ärzte da. Außerdem findet man hier im Netz vieles wissenswertes aber auch Schund und es liegt immer an einem selbst ob man sich damit identifizieren möchte oder nicht. Vor allem niemals vergessen:


"Jeder von uns ist ein Individuum
und so wie wir einzigartig sind
so ist auch die Krankheit die wir bekommen
einzigartig!"


Nach der Diagnose die mir mein Arzt schonungslos beibrachte, kam ich mir vor wie in einem Puzzelspiel; tausend Teilchen und keinen Plan.

Ich verweigerte die Chemotherapie da ich ja noch mit Korsett gefangen war und mit dem Rollator unterwegs, was meinem Arzt gar nicht gefiel. Erst musste ich zu mir selber finden, das Puzzel versuchen zusammen zu bauen um einen Weg, meinen Weg, zu finden.

Ich informierte mich über die Erkrankung, ihre Symptome, ihre Behandlungsmöglichkeiten und ihre Sterblichkeitsrate. Außerdem las ich viel über Ernährungsmöglichkeiten bei Krebserkrankungen und probierte es aus; von ayurvedisch bis Öl-Eiweiß-Kost nach Johanna Budwig (dieses wird auch in Rehazentren angeboten) und irgendwann, nach vielen, vielen Monden fand ich dass was für MICH das beste war, womit ich im Alltag klar kam.

Die innere Einstellung spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle. Nicht immer konnte ich lächeln und nicht immer war ich gut drauf (das war ich auch nicht als ich noch gesund war) aber ich war optimistisch. Ich wollte nicht wahr haben das mein Leben nun enden sollte. Warum jetzt? Bestimmt haben sich das schon viele vor mir gefragt und bekamen, so wie ich, auch keine Antwort darauf, aber man stellt sie trotz alledem und hofft innerlich auf eine Antwort.

Jeder der mit so einer Diagnose, oder einer anderen Art von Krebs, überrascht wird, knabbert sehr lange und fragt sich wahrscheinlich, so wie ich auch, WARUM
 ICH, aber darauf werden wir nun keine Antwort bekommen. Wir können es nur akzeptieren und das Beste aus der Situation machen und das jeder auf seine Weise.